Schiffsparade, 150 Jahre D.G.z.R.S.

 

Mit einer großen Parade von Seenotkreuzern und Seenotrettungsbooten aus vielen Partnerländern und Zeit-Epochen wurde das Jubiläum der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger in Bremerhaven gefeiert.

Warten, warten, warten.

Warten, warten, warten.

Danach haben sich alle zum Open-Ship im neuen Hafen getroffen. Eine ziemlich einmalige Chance viele verschiedene Schifftypen der deutschen, niederländischen, dänischen, schwedischen, norwegischen, finischen, englischen und polnischen Seenotretter hautnah zu erleben.

Geplant war der Beginn der Parade um 11:00 und die Schiffstaufe um 12:00. Irgendwer hatte leider alles durcheinander geschmissen, so dass etliche (Hagel-)Schauern abgewartet werden musten, bis es nach der verspäteten Schiffstaufe dann endlich losging.

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Die lange Kette von Seenotrettungseinheiten und ein paar Gästen setzt sich in Bewegung.

Mit klammen Fingern konnte ich die passierenden Seenotretter bei Dauerregen fotografieren. Und endlich lächelt der Pentax-user mal über die anderen die mit allen erdenklichen Mitteln versuchen ihre Kameras vor Regen zu schützen. Den Regen zwischen Linse und Objekt hatten dann leider alle.

Die Ernst Meier-Hedde wird gegrüßt:

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Da kommen sie zurück.

Nach der ersten Vorbeifahrt wurde bei Blexen-Reede gewendet. Die meisten Zuschauer sind dann weiter gewandert oder hatten sich nach dem langen Warten im kalt-nassen Wind ins Warm aufgemacht. So haben wir einen neuen Platz, vor dem Zoo am Meer, direkt an der Wasserkante bekommen mit bester Sicht auf die noch einmal, auf unserer Seite des Fahrwassers – also viel dichter – vorbeiziehende Parade. Und wie es sich gehört schien dazu dann auch endlich die Sonne.

So dicht und so schnell folgten die Schiffe, dass man vor lauter Fotos kaum Zeit hatte mal die Kameraeinstellungen den wechselnden Lichtverhältnissen anzupassen – Objektivwechsel völlig unmöglich.

Mittendrin zwei 360 Grad Drehungen und ein bischen rückwärts fahren.

Und dann sind plötzlich alle vorbei, man wird sich langsam bewusst, daß die Wahrscheinlichkeit eine Parade von Seenotrettern dieser Größenordnung noch einmal zu erleben doch äußerst gering ist.
Nach dem langen Vormittag in Wind, Regen, Hagel und schließlich doch noch Sonne meldet sich dann auch der Hunger und wir besuchen den Zoo am Meer zum Essen und Aufwärmen – und natürlich weil sich der Besuch immer lohnt.